Aberglaube: Wenn Spinnen zu „Geldboten“ werden

Aberglaube: Wenn Spinnen zu „Geldboten“ werden 

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Wenn es um das liebe Geld geht, regiert nicht immer nur der nüchterne Verstand. Mitunter ist sogar Aberglaube im Spiel. Offiziell glaubt kein Mensch diesen Hokuspokus. Aber wer weiss, vielleicht ist ja doch etwas daran?

König Krösus gehörte bekanntlich nicht zu den ärmsten Herrschern seiner Zeit. Doch vor wichtigen Entscheidungen bemühte auch er übersinnliche Kräfte. So befragte er zum Beispiel das Orakel von Delphi, ob er einen Krieg gegen die Perser führen sollte. Heute glauben nicht wenige Anleger an das „Orakel von Omaha“ in Gestalt von Warren Buffett, wenn es gilt, wichtige Investment-Entscheidungen zu treffen. Je weniger die Menschen Einfluss auf ihre Zukunft haben oder zu haben glauben, desto grösser die Versuchung, dem Aberglauben anheim zu fallen. Kein Wunder also, dass es rund um das Geld besonders skurrile Rituale und Empfehlungen gibt.

Millionen landen im Trevi-Brunnen

Manches Ritual erweist sich dabei als besonders ertragreich. Jahr für Jahr werfen mehrere Hunderttausend Menschen Münzen in den Trevi-Brunnen in Rom – in der Hoffnung, in die Ewige Stadt bald zurückzukehren. Auf diese Weise kamen im Jahr 2016 rund 1.4 Millionen Euro zusammen. Dieser Betrag kommt der Caritas zugute.

Wer selbst von einem reichen Geldsegen profitieren möchte, sollte – sofern er abergläubisch ist – auf eine Reihe von wichtigen Tipps achten. In Russland zum Beispiel sollte man seine Tasche niemals auf den Tisch stellen, denn das bedeutet angeblich einen baldigen Bankrott. Der eigenen Bonität zuträglicher soll es sein, bei zunehmendem Mond das Licht des Erdtrabanten in die Geldbörse scheinen zu lassen. Dann nimmt, so wird behauptet, nicht nur der Mond zu, sondern auch der Inhalt des Portemonnaies.


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Sparschweine als Glückssymbole

Spinnen muss man nicht unbedingt mögen, vor allem, wenn sie sich im Haus einnisten. Töten sollte man die Tierchen aber auf keinen Fall, denn eine Spinne in der Wohnung lässt auf finanziellen Segen hoffen. Wer eine Geldbörse verschenkt, sollte eine 1-Cent-Münze (oder die kleinste Einheit der betreffenden Währung) hineingeben, sonst droht dem Beschenkten angeblich finanzielles Ungemach. Beim Öffnen des Portemonnaies muss der Beschenkte wiederum sehr vorsichtig vorgehen, denn fällt Geld auf den Boden, gehen angeblich die Ersparnisse auf Nimmerwiedersehen zur Tür hinaus. Und wer sich ein Hufeisen als Glückssymbol an die Wand nagelt, sollte darauf achten, dass die Öffnung nach oben zeigt. Denn ein Hufeisen mit der Öffnung nach unten steht für Verlust.

Sparschweine, die es schon seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. gibt, stehen zum einen für Vermehrung, zum anderen ist das Schwein aber schon seit langer Zeit ein Glückssymbol. Egal, ob man daran glaubt oder nicht, eines zeigen diese Bräuche: Bargeld – zumindest in Form von Münzen – darf nicht abgeschafft werden. Denn was steckt man dann in ein Sparschwein? Eine Kreditkarte vielleicht? Und was wirft man in den Trevi-Brunnen? Ein Smartphone mit Bezahl-App?

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