„Best of…“: Kluge Sprüche über das liebe Geld 

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Über Geld spricht man nicht? Von wegen! Nur wenige Dinge im Leben faszinieren die Menschen offenbar so sehr wie der Inhalt ihrer Portemonnaies und die Zahlen auf ihren Depot- und Kontoauszügen.

Ob Philosophen, Schriftsteller, Musiker, Entertainer oder Theologen – sie alle sprachen schon in der Vergangenheit über das „liebe Geld“, wie es umgangssprachlich genannt wird. Und sie machten sich darüber ihre ganz eigenen Gedanken. Herausgekommen sind dabei viele amüsante, nachdenkenswerte, auf jeden Fall aber pointierte Aperçus.

So mahnte der österreichische Kabarettist Karl Farkas: „Beim Denken ans Vermögen, leidet oft das Denkvermögen“. Wohin es führen kann, wenn man allzu sorglos mit seinen Finanzen umgeht, brachte einmal der deutsche Entertainer und Showmaster Heinz Schenk auf den Punkt, als er goldrichtig feststellte: „Das Einzige, was man ohne Geld machen kann, sind Schulden“. Tatsächlich kommt sogar nicht einmal ein Philantroph ohne ausreichendes finanzielles Polster aus. Ein Beispiel hierfür nannte die frühere britische Premierministerin Margret Thatcher:

Nicht einer würde sich an den guten Samariter erinnern, wenn der nur gute Absichten gehabt hätte. Er hatte auch Geld.

Der finnische Komponist Jean Sibelius beklagte sich einmal, seine Kollegen hätten nichts anderes als Geld im Kopf: „Über Musik kann man am besten mit Bankdirektoren reden. Künstler reden ja nur übers Geld“.

Steuern: Von der Kunst, Gänse zu rupfen

Ungern wird in aller Regel aber über Finanzen parliert, wenn andere danach trachten. Vor allem Steuern sind seit Jahrhunderten immer wieder ein Erregungsthema, besonders dann, wenn es um die Höhe des fiskalischen Zugriffs geht. Jean-Baptiste Colbert, erfolgreicher Finanzminister unter Ludwig XIV („Sonnenkönig“), gab seinen damaligen Kollegen eine bildhafte Empfehlung, die zeitlos gültig ist: „Die Kunst der Besteuerung besteht ganz einfach darin, die Gans so zu rupfen, dass man möglichst viel Federn bei möglichst wenig Geschrei erhält“.

Vielleicht sollte man aber auch ganz einfach den größten Teil des hart verdienten Geldes in den Portemonnaies der Bürger lassen. Denn schon der legendäre deutsche Bankier Hermann Josef Abs wusste: „Eine Million Steuerzahler verhalten sich vernünftiger als eine öffentliche Hand“.

Hans Habe, Schriftsteller und Bestsellerautor der 1970er Jahre (unter anderem „Palazzo“), genoss einen ganz anderen Reichtum: „Erfahrungen sind der einzig wirkliche Reichtum, weil man sie nie verlieren, nur verschenken kann. Und weil man sie sogar dann behält, wenn man sie verschenkt“.

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