Beziehungsglück

Beziehungsglück 

Gemeinsame Interessen, gegenseitige Anziehung, eine gute Kommunikation, Respekt und Wertschätzung – das sind Studien zufolge wichtige Faktoren für eine langfristige glückliche Partnerschaft. In der Beziehung zwischen vermögenden Kunden und ihrer Bank scheint es grösstenteils zu stimmen – wie unsere aktuelle Anlegerstudie zeigt.

Das Wichtigste vorweg: Vermögende Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fühlen sich wohl mit ihrer Bank. 83 Prozent der im Rahmen des LGT Private Banking Report 2016 befragten Schweizer sind zufrieden mit ihrer Hauptbank. 60 Prozent sind sogar begeistert. Die Chemie scheint also zu stimmen. Die österreichischen Befragten sind etwas weniger enthusiastisch, aber auch hier sagen immerhin 77 Prozent, dass sie zufrieden und 58 Prozent, dass sie begeistert sind von ihrer Bank.

Euphorische Deutsche

Wie schon bei der Frage nach der Renditezufriedenheit ist auch hinsichtlich der Zufriedenheit mit ihrer Hauptbank die Euphorie bei den deutschen Studienteilnehmern am grössten: Unglaubliche 93 Prozent sind zufrieden und 83 Prozent sogar begeistert von ihrer Bank.

Obwohl sie seit Jahren in einem tiefgreifenden Transformationsprozess stecken und viele Ressourcen einsetzen müssen, um die zahlreichen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, sind die Banken offenbar auch auf der Kundenseite mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsangebot auf dem richtigen Weg. Denn im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem LGT Private Banking Report 2014 zeigt der Trend bei der Kundenzufriedenheit nach oben.

Druck

Das ist für die Banken erfreulich. Denn dafür sollten sie ja letztendlich arbeiten – dass ihre Kunden ihre finanziellen Angelegenheiten langfristig in guten Händen wissen und mit den Services ihres Finanzdienstleisters zufrieden sind. Davon profitieren schliesslich auch sie. Denn zufriedene Kunden denken weniger daran, ihren Anbieter zu wechseln, und empfehlen ihre Bank im besten Fall sogar in ihrem Bekanntenkreis weiter.

Was zählt?

Wenn Kunden bei ihrer Bank bleiben, kann das entweder daran liegen, dass sie mit ihrer Bank glücklich sind oder mit ihrem Berater. Was aber zählt mehr? Ist die Bindung an die Bank grösser oder die an den Berater? Und worauf achten die Kunden in ihrer Partnerschaft mit der Bank, welche Faktoren sind ihnen in ihrer Beziehung wichtig?

Ausschlaggebend für die Bindung an die Bank ist primär deren Reputation. Ebenfalls relevant, wenn auch weniger, ist eine transparente und diskrete, eine unabhängige und renditeorientierte sowie eine individuelle und ganzheitliche Beratung. Auch die Renditezufriedenheit spielt bei der Bindung des Kunden an die Bank eine Rolle. Die Bindung an den Berater hingegen hängt vor allem mit dessen fachlicher Kompetenz, dem Verständnis für die Bedürfnisse sowie der Sympathie für die Person zusammen. Bei der generellen Kundenbindung gibt es in der diesjährigen Studie keine Unterschiede zwischen Bank und Berater – die befragten Kunden fühlen sich zu gleichen Teilen an beide gebunden.

Die Ergebnisse sind gut. Aber die Banken dürfen sich natürlich nicht auf diesen Resultaten ausruhen. Eine gute Beziehung erfordert konstante Pflege und Anstrengung. Für die Banken bedeutet das ein ständiges Streben nach noch besserer Beratungsqualität und besserem Investment Management – dann klappt’s auch mit dem Kunden.

Der LGT Private Banking Report 2016 ist im Juni erschienen. An dieser Stelle beleuchte ich diverse Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Report. Weitere Informationen zu unserer Anlegerstudie finden Sie auf unserer Internetseite: LGT Private Banking Report

 

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