Mobilität könnte man auch teilen

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Nutzen statt besitzen: Eine amerikanische Unternehmerin hat vor knapp 20 Jahren das Potenzial dieser Idee erkannt und aus dem Nichts das weltweit grösste Carsharing-Unternehmen aufgebaut.

Man mag es bedauern, aber das eigene Auto taugt schon seit einiger Zeit nicht mehr so recht als Statussymbol: Dank Leasing und Kleinkrediten kann sich mittlerweile auch Peter Muster den Traumsportwagen leisten. Die möglicherweise trotzdem noch vorhandene Freude am Fahren wird einem vergällt durch Dieselskandale, verstopfte Strassen sowie immer schwerere und breitere Autos, die nur schwerlich in den bisherigen Parkplätzen unterkommen. Und wem das noch nicht reicht, dem gibt die Klimaerwärmung und sein schlechtes Umweltgewissen den Rest. Robin Chase, CarsharingVielleicht hat sich deshalb das Carsharing als umweltfreundliche Alternative zum Besitz des eigenen Autos etabliert? Eine wichtige Voraussetzung für dessen Erfolg war auf jeden Fall der Siegeszug des Internets sowie der unzähligen darauf basierenden Technologien und Anwendungen. Facebook, Airbnb, Googlemaps und Co. sind heute selbstverständlich und unverzichtbar. Als die Amerikanerin Robin Chase 1999 die Idee einer internetbasierten Carsharing-Plattform entwickelte, gab es all das noch nicht – und auch kein modernes Smartphone. Und obwohl potenzielle Investoren davon abrieten, zog sie ihre Idee unbeirrt durch. Mit Zipcar schuf sie zwar nicht das erste, aber das bis heute weltweit grösste Carsharing-Unternehmen.

Robin Chase hat die Geschäftsleitung von Zipcar früh abgegeben und ihre letzten Anteile 2013 verkauft. Seither hat sie mehrere neue Startups gegründet, die alle auf der gleichen Leitidee basieren: Nutzen und teilen statt nur besitzen. Die erfolgreiche Unternehmerin gilt als eine der Vordenkerinnen hierfür, wie unsere Mobilität und Wirtschaft in nicht allzu ferner Zukunft aussehen und nachhaltiger funktionieren könnten. Ihr TED-Talk „Excuse me, may I rent your car?“ wurde beinahe eine Million Mal abgerufen.

Im Auftrag des Magazins CREDO hat die Journalistin Kerstin Zilm die Startup-Unternehmerin im Andala Coffee House in Cambridge, Massachusetts, getroffen. Also genau da, wo die Geschichte von Zipcar ihren Anfang nahm. Lesen Sie hier das Porträt von Robin Chase sowie weitere spannende Geschichten zum Thema Besitz.

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