Entdeckte Schätze: Die kuriosesten Geldfunde

Entdeckte Schätze: Die kuriosesten Geldfunde 

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Pecunia non olet (Geld stinkt nicht) – mitunter findet man auf Toiletten tatsächlich ein Vermögen, manchmal schwimmen Geldscheine in der Donau. Hier einige der skurrilsten Geldfunde.

Es war ein kalter Tag in der österreichischen Bundeshauptstadt, was einige Wiener jedoch nicht davon abhielt, an der Neuen Donau spazieren zu gehen. Plötzlich trauten sie ihren Augen nicht: Auf der Wasseroberfläche trieben mehrere Euro-Banknoten und schaukelten lustig mit dem sanften Wellenschlag des Flusses. Die Spaziergänger rätselten: Hatte da etwa jemand «Helikopter-Geld» abgeworfen, von dem EZB-Chef Mario Draghi sagt, es sei ein interessantes Experiment? Oder hatte da jemand den Begriff «Geldwäsche» falsch ausgelegt? Die Polizei jedenfalls sammelte die triefend nassen Geldscheine ein – insgesamt über 100.000 Euro. Woher das Geld stammt, ist nicht bekannt.

Geld liegt vielleicht nicht auf der Strasse, sondern an Orten, an denen man es nicht vermutet. Auf der Fahrt von Berlin nach Frankfurt am Main entdeckte zum Beispiel ein Rentner eine Tüte mit sage und schreibe 400.000 Euro auf der Toilette eines ICE-Zuges. Er meldete diesen Fund und bekam später – nachdem niemand den Verlust gemeldet hatte – einen Finderlohn von 10.000 Euro. Rund 375.000 Euro erhielt die Bahnhofsmission als Spende. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist gehört das gefundene Geld nämlich der Bahn.

So ist das auch in der Schweiz geregelt. Auf dem Bahnhof des Flughafens Kloten hatte eine Familie einen Stapel mit Banknoten gefunden – insgesamt 1.400 Franken. Der Sohn der Familie übergab den Fund der Bahn. Später erhielt er dafür einen «freiwilligen Finderlohn» von 100 Franken.

Mehr Glück hatte der in Australien arbeitende Putzmann Chamindu Amarsinghe. Bei der Reinigung einer Toilette fielen ihm Geldscheine im Wert von umgerechnet 55.000 Euro buchstäblich vor die Füsse. Er informierte seinen Chef, der in den Rohren der Toilette weitere Geldscheine im Gegenwert von 13.000 Euro fand. Ein Richter sprach dem ehrlichen Finder den Betrag zu, der ihm vor die Füsse gefallen war.

Ein 25jähriger Flüchtling aus Syrien, der seit einiger Zeit in Deutschland lebt, war schon froh, als er für seine spärliche Unterkunft von einer karitativen Organisation einen alten Schrank geschenkt bekam. Doch der hatte es in sich: Der Flüchtling entdeckte darin gut versteckt Bargeld und Sparbücher im Wert von über 150.000 Euro. Er meldete den Fund den Behörden – und durfte sich auf mindestens 4.500 Euro Finderlohn freuen. Was immerhin beweist: Nicht jeder, der etwas findet, verliert dadurch seinen Charakter.

Leselink:

Was darf ich als Finder behalten? Welcher Finderlohn steht mir zu – in der Schweiz, Deutschland und Österreich? Antworten finden Sie hier:

 

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Artikel
  1. Markus at 10:01

    Interessante geschichten. Jeder hofft ja das er mal soviel Geld finded. Das meiste das ich fand bisher war ein 10 franken Schein.

  2. Pingback: Kleine Presseschau vom 14. September 2016 | Die Börsenblogger

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