Exotische Währungen für die Urlaubskasse

Exotische Währungen für die Urlaubskasse 

Ob in der Karibik oder im Südpazifik – in manchen der dortigen Kleinstaaten ist sogar das Geld exotisch. Und neben der offiziellen Währung gelten mitunter sogar Muscheln und Wildschweinzähne als Tauschmittel.

Eigentlich kommt man mit den bekannten Währungen schon ziemlich weit. Zum Beispiel auf die Weihnachtsinseln, wo der Australische Dollar die offizielle Währung ist. Und im Inselstaat Palau im Pazifik wird mit US-Dollar bezahlt. Immerhin ist die nur 459 Quadratkilometer umfassende Minirepublik – etwa so groß wie der Pyrenäenstaat Andorra – nach wie vor mit den USA assoziiert.

Wer in diesen Wochen aber seine Urlaubskoffer packt, um zu besonders exotischen Destinationen aufzubrechen, dem kann es passieren, dass er am Ziel seiner Wünsche auch ziemlich exotische Währungen kennenlernt. Wer hat zum Beispiel schon von Pa’anga gehört? Seit 1967 ist dies die offizielle Währung des Inselstaates Tonga im Südpazifik. Ein Pa’anga entspricht 100 Seniti. Vielen Numismatikern sind zumindest die zwölfeckigen 50 Seniti Münzen bekannt. Oder die rechteckigen Münzen mit abgerundeten Ecken, die eher schon Mini-Barren gleichen.

Nur wenigen Globetrottern oder Geographie-affinen Zeitgenossen dürfte schon der Inselstaat Vanuatu im Südpazifik untergekommen sein. Die kleine Republik mit ihren 83 Inseln oder Inselgruppen gönnt sich mit dem Vatu eine eigene Währung. Mehr noch: Auf der zu Vanuatu gehörenden Insel Pentecoast (Pfingstinsel) blüht der Tauschhandel. Dort werden zum Beispiel Muscheln und Stoßzähne von Wildschweinen gegen die Insel-Währung Livatu getauscht.

Exotische Währungen, Aruba

Karibik-Insel Aruba

Die kleine Karibik-Insel Aruba ist nicht nur Touristen ein Begriff. Vielmehr schnalzen Rum-Connaisseurs anerkennend mit der Zunge, wenn sie den Namen dieses nur 30 Kilometer langen und maximal neun Kilometer breiten Eilandes hören. Die Destillate aus Aruba werden sogar in Europa geschätzt. Selbst wenn Aruba zu den weltweiten Kleinststaaten gehört, so hat es dennoch eine eigene Währung: den Aruba-Florin. Bei Numismatikern bekannt ist der „Yotin“, die quadratische 50-Cent-Münze.

Die Währungen von Madagaskar und Mauretanien, Ariary beziehungsweise Ouguiya, weisen beide eine Gemeinsamkeit auf: Als einzige Währungen der Welt orientieren sie sich nicht am Dezimalsystem. Ein Ariary entspricht fünf Iraimbilania. Ein Ouguiva fünf Khoums.

Wem das alles zu umständlich ist, der muss auf eine Karibik-Reise trotzdem nicht verzichten. Ihm seien zum Beispiel Französisch-Guayana oder Guadeloupe empfohlen. Auch dort gibt es karibischen Rum (allerdings „Rhum“ geschrieben), vor allem aber den vertrauten Euro.

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