Geld-Witze: Wenn die Taler zum Lachen sind

Geld-Witze: Wenn die Taler zum Lachen sind 

5 (100%) 1 vote

Über Geld redet man angeblich nicht. Aber man kann herzlich darüber lachen. In Comics und zahlreichen Witzen spielt das liebe Geld jedenfalls eine amüsante Hauptrolle.

Das bekannteste und vermutlich älteste Argument, um die Entgegennahme von finanziellen Zuwendungen aus dubiosen Quellen pragmatisch zu rechtfertigen, stammt vom römischen Kaiser Vespasian. Sein Ausspruch „Pecunia non olet“ (Geld stinkt nicht), hat Jahrtausende überlebt. Im Comic „Asterix und der Kupferkessel“ freilich wird diese Feststellung widerlegt. Weil der Stammeshäuptling Moralelastix (man beachte den Namen) aus Gründen der Steueroptimierung seine Sesterzen, wie die Münzen im alten Rom hießen, in einem Kessel versteckte, in dem zuvor Zwiebelsuppe gekocht worden war, flog sein Schwindel auf. Das Geld roch – man kann auch sagen: es stank – nach Zwiebeln.

Wie arm wären Comic-Zeichner und Witze-Erzähler, gäbe es nicht das Sujet „Geld“. Asterix & Obelix, Charlie Brown und sogar die Schlümpfe beschäftigen sich mit dem Mammon und zeigen uns auf humorvolle Art, wohin es führen kann, wenn wir nur noch ans Geld denken und es mit der Moral nicht mehr ganz so genau nehmen.

Dagobert Duck – keine Ente war reicher

Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg – im Jahr 1947 – hob der US-amerikanische Comic-Zeichner Carl Barks, der lange Zeit als der bekannteste Disney-Mitarbeiter galt, Dagobert Duck aus der Taufe. Die reichste Ente beherrschte die kapitalistischen Spielregeln aus dem Effeff. Weil er zum Beispiel wusste, dass eine Ware umso teurer wird, je weniger davon verfügbar ist, ließ er die komplette Auflage des Emil-Erpel-Talers bis auf eine Münze einschmelzen. Mit seinem letzten Exemplar hätte er wohl viel Geld verdient, wären ihm nicht die Panzerknacker zuvorgekommen und hätten die Münze gestohlen. Die „Emil-Erpel-Taler“ gibt es übrigens heute noch, und sie sind bei Disney-Fans recht begehrt.

Mag sein, dass man über Geld nicht spricht. Über anderer Leute Geld aber macht man gern Witze. Einer der Klassiker: Martin beklagt sich bei einem Kumpel: „Mit Philipp ist es wirklich schlimm. Der Kerl hat nie Geld“. Darauf der Freund: „Wollte er dich etwa anpumpen?“ „Nein – ich ihn“.

Weshalb wir über Witze lachen

Warum finden wir so etwas lustig? Wissenschaftler sagen, es läge an der Inkongruenz. Sprich: Der Witz nimmt einen anderen Ausgang als erwartet. Nicht Philipp ist pleite, sondern Martin. Eine zweite, sicher nicht immer sehr feine Witze-Strategie besteht darin, sich auf Kosten bestimmter Menschen (Schotten, Blondinen, Ostfriesen usw.) oder einer Berufsgruppe lustig zu machen. Ein Beispiel für letztgenannte Strategie gefällig? Bitte sehr: Fragt ein Mandant seinen Anwalt: „Ich habe zwei Fragen. Was kostet das?“ Antwortet der Advokat: „250 Euro. Und wie lautet die zweite Frage“.

Leselinks

 

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Artikel
  1. Pingback: Kleine Presseschau vom 24. Juli 2018 | marktEINBLICKE
  2. Pingback: Freitags, 5 vor 12 #Webfundstücke

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.