Von Geldbäumen und Glückskastanien

Von Geldbäumen und Glückskastanien 

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Man muss nicht unbedingt Schwein haben, um auf Glück hoffen zu dürfen. Und das legendäre Sparschwein ist ebenfalls nicht das einzige Symbol für angestrebten Vermögenszuwachs. Schon seit Hunderten von Jahren gibt es gleichsam „vegetarische“ Varianten. Die sind allemal pflegeleichter als die tierischen Glücks- und Geldsymbole.

Bereits im Mittelalter galten vierblättrige Kleeblätter als Glücksboten. Nicht immer ging die Hoffnung auf, aber manche Zeitgenossen macht es bekanntlich schon glücklich, an ihr Glück nur zu denken. Und um möglichst viele Glückssymbole unter die Menschen zu verteilen, setzten geschäftstüchtige Gärtner später auf die Kultur von Sauerklee, der generell vier Blätter aufweist. Der Glücksklee (Oxalois tetraphylla) bleibt seinem Besitzer in der Regel lange Zeit erhalten und gilt daher als besonders nachhaltiger Glücksbringer.

Wer hingegen eher auf pekuniäre Glücksmomente hofft, der sollte sich einen Geldbaum (Crassula ovata oder Crassula argentea) in sein Büro oder seine Wohnung stellen. Früher wurde er auch Pfennigbaum genannt. Man sagt, der Geldbaum bringe seinen Besitzern Wohlstand, was immerhin den Namen dieser Zimmerpflanze erklärt. Er ist daher unter anderem als Präsent für Existenzgründer in besonderer Weise geeignet. Leider vermehrt sich das Vermögen meist aber nicht so schnell wie der Geldbaum, bei dem es einfach ausreicht, Stecklinge zu setzen – und schon klappt es mit dem Nachwuchs. Egal, ob alt oder jung: Geldbäume brauchen viel Sonnenlicht an einem hellen Standort. Als Symbol für die Schattenwirtschaft sind sie somit gänzlich ungeeignet.

Die „einnehmende Hand“ der Glückskastanie

Wer in Sachen Geld und Glück auf Nummer sicher gehen möchte, stellt sich neben dem Geldbaum vielleicht noch eine Glückskastanie (Pachira aquatica) ins Zimmer. Dazu muss man wissen, dass im Feng Shui die fünfgliedrigen Blätter dieser Grünpflanze als Hand gedeutet werden, die Geld einfängt. Die Glückskastanie steht daher für Reichtum.

Und dann wäre da noch der Glücksbambus (Lucky Bamboo), der seinem Besitzer einen Reichtum ganz anderer Art bescheren soll: Er steht nämlich für Ruhe und Ausgeglichenheit. Da er zudem als besonders robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen gilt, wird der Glücksbambus – der mit Bambus im eigentlichen Sinne nichts zu tun hat – auch als Symbol für Kraft und Gesundheit geschätzt.

Doch so begehrt die grünen Glücks- und Geldbringer auch sein mögen, nach wie vor gilt das alte amerikanische Sprichwort: „Geld wächst nicht auf Bäumen“. Auch nicht auf Geldbäumen.

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Es gibt 2 Kommentare zu diesem Artikel
  1. Pingback: Kleine Presseschau vom 26. September 2017 | Die Börsenblogger
  2. Remo at 18:45

    Ich würde mir allenfalls lieber eine Nutzpflanze in den Garten pflanzen. Denn ein Birnbaum, ein Apfelbaum oder auch eine Eßkastanie oder Walnuß bringen sicher einen Ertrag.

    Zwar keine Rendite in Geldform, aber zumindest für die Gesundheit. Und dies gleich doppelt. Bei der Ernte bewegt man sich, was gesund ist und beim Verzehr der Früchte tut man nochmals etwas für seine Gesundheit.

    Und die ist ja bekanntermaßen das höchste Gut und auch mit Geld nicht zu bezahlen.

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