Green Hope Foundation: Es muss nicht immer Greta sein

Green Hope Foundation: Es muss nicht immer Greta sein 

Artikel bewerten

Sie ist jung, motiviert Schüler zum Kampf für eine bessere Welt und spricht bereits als 16-jährige vor dem UN-Menschenrechtsrat über den Klimawandel. Nein, es geht nicht um Greta Thunberg, sondern um Kehkashan Basu, Gründerin der Green Hope Foundation. Und darum, wie man die Umwelt effizient verbessern kann.

Nicht mehr der US-Dollar, Aufmerksamkeit ist heute die wichtigste Währung. Unser Gehör findet, wer schlagzeilenträchtig agitiert und spektakuläre Aktionen inszeniert. Auch Greta Thunberg spielt virtuos auf der Aufmerksamkeitsklaviatur. Kann man aber mit Schülerstreiks und Zeltnächten im Davoser Winter Politik und Gesellschaft wirklich zu Nachhaltigkeit bekehren? Die in Dubai aufgewachsene 18-jährige Umweltaktivistin Kehkashan Basu macht es anders. Mit acht Jahren sieht sie im Fernsehen einen toten Vogel mit plastikgefülltem Magen. Erschüttert beginnt sie, für den Verzicht auf Plastikprodukte zu werben, aktiviert ihre Freunde. 2011 lädt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) die junge Aktivistin zur Internationalen Tunza Kinder- und Jugendkonferenz in Indonesien ein. Hier hören ihr Tausende junge Leute aus aller Welt zu.

Gründung von Green Hope Foundation

Kehkashan Basu, Gründerin der Green Hope Foundation

2012, am Umweltgipfel Rio+20, erlebt sie, wie die erwachsenen Regierungschefs und Staatsoberhäupter über die Zukunft sprechen, die betroffenen künftigen Generationen aber gar keine Stimme haben. Kurz darauf gründet sie die Green Hope Foundation, eine Plattform für junge Menschen, die sich aktiv für den Umweltschutz engagieren. Sie beseitigen Müll, pflegen bedrohte Lebensräume, pflanzen Bäume, setzen sich für nachhaltige Produktion, bewussten Konsum sowie den Verzicht auf fossile Brennstoffe ein. Mittlerweile ist Green Hope in zwölf Ländern mit über 1000 Mitgliedern aktiv und hat durch Workshops mehr als 15 000 Jugendliche für Umweltschutz begeistern können. Basu wird mehrfach ausgezeichnet, ist eine von 22 „Human Rights Champions“, die sich für die UN-Menschenrechtscharta einsetzen und spricht 2017 vor dem UN-Menschenrechtsrat sowie der UN-Klimakonferenz COP 23. Wie Greta Thunberg hat Kehkashan Basu ehrgeizige Ziele. Sie legt aber aktiv Hand an und bleibt realistisch: Sie fordert nicht, dass wir von einem Tag auf den anderen alle unsere Verhaltensweisen über den Haufen werfen, sondern glaubt an die Kraft der vielen kleinen Schritte.

Lesen Sie über diese und weitere spannende Persönlichkeiten in der neuen Ausgabe des Magazins CREDO zum Thema „Ehrgeiz“.

LGT Kundenmagazin CREDO
CREDO ist das zweimal jährlich erscheinende Magazin der LGT zur Vermögenskultur. Es soll unterhalten, überraschen, aber auch zum Nachdenken anregen. Zum Download

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.