Impact Investing: Wie Unternehmen zum Motor für den sozialen Wandel werden können

Impact Investing: Wie Unternehmen zum Motor für den sozialen Wandel werden können 

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Profit ist der Lohn für gutes Wirtschaften. Leider geht exzessives Profitstreben oft auch auf Kosten vieler Menschen – nicht zuletzt durch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Milliarden von Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze und Vermögen ist in vielen Regionen der Welt oft ungleich verteilt. Weltweite Finanzkrisen, Skandale um Dumping-Löhne auf der einen und Boni-Zahlungen in Rekordhöhe auf der anderen Seite bringen die Privatwirtschaft immer wieder in Misskredit. Sie soll einer der Haupttreiber globaler Krisen sein, die sich zu sozialen und ökologischen Problemen auswachsen. Doch kann sie auch zu deren Lösung beitragen?

Kooperationen, die Profite bringen und soziale Wirkung entfalten

Sie kann, sehr gut sogar: Die Privatwirtschaft und ihre Akteure verfügen über ein riesiges Potenzial, um einen positiven sozialen Wandel herbeizuführen, ohne dass sie auf ihren Motor – Wachstum und Profite – verzichten müssen.

Der Schlüssel liegt zum einen darin, dass sich die Chefetagen auf «gutes Wirtschaften» zurückbesinnen. Dies geschieht, indem sie sich zum Ziel setzen, nicht nur finanzielle Profite zu maximieren, sondern die verfügbaren Ressourcen auch verantwortungsvoll im Hinblick auf die Gesellschaft einzusetzen. Dadurch ergibt sich nachhaltiges Wachstum und ein langfristiger Wettbewerbsvorteil, denn: Immer mehr Konsumenten machen ihre Kaufentscheidung davon abhängig, ob das Produkt sozial oder ökologisch «verträglich» hergestellt, also die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig umgesetzt wurde.

Zum anderen hat die Erfahrung gezeigt, dass bei Kooperationen zwischen Unternehmen und Impact Investoren weitflächige Synergien entstehen und zu wirksamen Lösungen für gravierende gesellschaftliche Probleme führen können. Im Mittelpunkt der Kooperationen stehen die gemeinsamen Investitionen in Sozialunternehmen, die durch ihre skalierbaren Modelle gleichzeitig Profite erwirtschaften und das Potenzial haben, eine positive soziale Wirkung zu entfalten.

Angebote für einkommensschwache Kunden in das Kerngeschäft integrieren

Wie solche Kooperationen genau aussehen, zeigt die aktuelle Studie «Corporate Social Impact Strategies – New Paths for Collaborative Growth» der European Venture Philanthropy Association (EVPA). Die Studie beleuchtet konkrete Kooperationen zwischen Unternehmen aus der Privatwirtschaft und sogenannten Venture-Philanthropy-/Social-Investing-Organisationen (VPO). Die VPO stellen Impact Investoren dar, die junge Sozialunternehmen mit Wachstumsfinanzierung, Know-how und Zugang zu Netzwerken unterstützen. Die zwischen den Unternehmen und den VPO geschlossenen Kooperationen beruhen auf verschiedenen Konzepten, bei denen in das Kerngeschäft eines Unternehmens Geschäftsmodelle integriert werden, die auf einkommensschwache Kunden abzielen und durch ihre Skalierbarkeit Profit erwirtschaften. Durch diese Einbindung in das Kerngeschäft und die bewusste Motivation, Mehrwert für alle Beteiligten zu generieren, unterscheiden sich diese Nachhaltigkeitsstrategien von den traditionellen sozialen Engagements vieler Unternehmen.

Was spricht für die Kooperation zwischen Privatwirtschaft und Impact Investoren?

Wie profitieren Unternehmen und Impact Investoren konkret von einer Kooperation? Welche Unternehmen haben diese Nachhaltigkeitsstrategien bereits erfolgreich umgesetzt? Und welche Herausforderungen gibt es zu beachten? Das erfahren Sie in meinen nächsten Blogbeiträgen.

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