Klimaschutz fängt beim Einkauf an

Klimaschutz fängt beim Einkauf an 

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Warum prallvolle Kühlschränke ganz schön auf Klimabilanz und Geldbeutel drücken.

Wer kennt es nicht: Man schlendert im Supermarkt mit Hunger durch die Regale, kauft wieder einmal mehr ein als geplant und findet sich schlussendlich zuhause vor einem bis zum Rand gefüllten Kühlschrank wieder? Wie viele Lebensmittel, verbrauchen wir wirklich und wie viele landen in der Mülltonne?

„Foodwaster Nr. 1“: die Schweizer

Gemäss einer Studie des WWF Schweiz wirft der eidgenössische Endkonsument 45 Prozent des Eingekauften weg – und ist damit weltweit absoluter Spitzenreiter was Foodwaste anbelangt. Weitere 30 Prozent der Lebensmittel, die eigentlich zum Verzehr vorgesehen wären, werden bereits bei der Verarbeitung entsorgt, also noch bevor sie überhaupt in unseren Kühlschranken landen können. Ihren Anteil zum Foodwaste leisten aber auch Landwirtschaft (13 Prozent), Gastronomie (fünf Prozent), Detail- (fünf Prozent) und Grosshandel (zwei Prozent). Damit werden in der Schweiz pro Kopf im Jahr 117 Kilogramm Nahrungsmittel weggeworfen. Das sind 320 Gramm pro Tag.

Aber nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland sehen wir ein ähnliches Bild. Dort werden jährlich auf 2.4 Millionen Hektar Land – das entspricht dem Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern – Lebensmittel angebaut, die nicht benötigt werden. Diese Lebensmittel alleine verursachen rund 40 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, was 3.2 Millionen Neuwagen mit einer Fahrleistung von 100 000 km entspricht.

Dass diese Verschwendung von Lebensmitteln unser Portemonnaie belastet, ist dabei den wenigsten klar. So geben die Schweizer im Jahr bis zu 1000 Schweizer Franken für Lebensmittel aus, die sie sogleich wieder in die Tonne schmeissen. Erstaunlich, dass sie das kaum bemerken, sind sie doch beim Einkauf von Lebensmitteln eigentlich sehr preissensitiv. So ist vielen Einkäufern einheimisches Gemüse oder Bio-Fleisch aus der Region zu teuer. Stattdessen greifen sie lieber zur billigeren Alternative aus dem Ausland – und drücken, wenn sie die Lebensmittel dann doch wegwerfen –, durch die langen Transportwege gleich doppelt auf die Klimabilanz.

Lebensmittelherstellung sorgt für 20 Prozent der Treibhausgasemissionen

Klimatechnisch macht es aber nicht nur einen Unterschied, woher unser Essen kommt, sondern auch, was wir essen. Die Herstellung eines Stücks Rindfleisch, benötigt zum Beispiel viel mehr Ressourcen, als die eines Apfels. So versursacht ein Kilogramm Rindfleisch rund 20 Kilogramm CO2-Äquivalente, ein Kilogramm Äpfel nur 513 Gramm CO2-Äquivalente. Um ein Kilo Rindfleisch herzustellen, werden zudem etwa 50 mal mehr Fläche und 20 mal mehr Wasser als für ein Kilo Äpfel benötigt.

Wenn wir berücksichtigen, dass das heutige durchschnittliche Essverhalten reichlich tierische Lebensmittel wie Fleisch und Fleischerzeugnisse enthält, ahnen wir schon, wohin das führt. So machen in Deutschland diese Produkte zwar nur 13 Prozent der gesamten Lebensmittelmenge aus, verursachen dabei aber rund 40 Prozent der ernährungsbedingten Klimagase. Insgesamt fallen rund 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland auf den Ernährungsbereich. Dies auch, weil viele Produkte stark verarbeitet oder importiert werden.

Weniger ist mehr

Um Foodwaste zu reduzieren gilt also die Devise: Weniger ist mehr bzw. weniger einkaufen und somit weniger wegwerfen. Das ist ein Anfang. Wer sich weiter engagieren möchte, der kann seine Ernährung dementsprechend umstellen und zum Beispiel weniger Fleisch konsumieren.

Was können Sie tun?
– Erstellen Sie einen Einkaufszettel, bevor Sie einkaufen gehen, denn der Hunger kauft mit.
– Kaufen Sie qualitativ hochwertiges Bio-Fleisch aus der Region ein und essen Sie dafür nur einmal in der Woche Fleisch.
– Lassen Sie Lebensmittel nicht verderben, sondern verarbeiten Sie sie zu länger haltbaren Lebensmitteln wie leckeren Chutneys.
Und was trägt die LGT als Unternehmen zu einer gesunden Umwelt bei?
Im Einkauf legt die LGT grossen Wert darauf, dass Produkte von der Herstellung bis zur Entsorgung strengen Nachhaltigkeitsgrundsätzen entsprechen. Deshalb verwendet zum Beispiel das Catering-Unternehmen, welches das Personalrestaurant in Liechtenstein betreibt, soweit wie möglich Produkte von lokalen Produzenten, bei denen Ökologie und Tiergesundheit im Vordergrund stehen.Generell verlangt die LGT von ihren Lieferanten, dass sie sich an den LGT Lieferantenkodex halten, der auf dem LGT Code of Conduct sowie international anerkannter Prinzipien wie dem UN Global Compact basiert. Dazu zählt unter anderem, dass auch die Zulieferer der LGT Lieferanten diese Prinzipien in den Bereichen Arbeitsstandards, Menschenrechte, Umweltbelange und Korruptionsbekämpfung einhalten. Weitere Informationen
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