Neujahrsmünzen – damit nicht nur der Rubel rollt

Neujahrsmünzen – damit nicht nur der Rubel rollt 

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Immer nur Schweinchen und Schornsteinfeger als Glückssymbole zu Silvester? Neujahrsmünzen sind da echte Alternativen.

Prosit Neujahr! Zum Jahreswechsel wünschen sich die Menschen Gesundheit, Glück, Erfolg und nicht zuletzt auch finanzielles Wohlergehen. Das Sparschweinchen aus Marzipan, aus dessen Rücken eine kleine Münze ragt, und das auf den meisten Silvesterpartys nicht fehlen darf, steht symbolhaft für den Wunsch und die Hoffnung auf gute Bonität im neuen Jahr.

Schon in der römischen Kaiserzeit, zum Beispiel während der Regentschaft von Kaiser Hadrian (117 bis 138 n.Chr.) gab es Bronzemedaillen als Glückssymbole für das neue Jahr. Mit zu den bekanntesten historischen Münzen zum Jahreswechsel gehören die Neujahrsgoldgulden der Stadt Würzburg. Die ersten Münzen zu diesem Anlass erschienen im Jahr 1617. Es handelte sich um ein Geschenk an den Landesherrn, mithin also um eine ausgesprochen unbeliebte Zwangsabgabe. Obwohl die vom Rat der Stadt geprägten Gulden offiziell als „Münzen“ galten, waren sie kein offizielles Zahlungsmittel, da Würzburg keine Münzhoheit hatte.

Als es in Nürnberg Lammdukaten regnete

Zur Jahrhundertwende ließ der Magistrat der Stadt Nürnberg kleine „Lammdukaten“ prägen und sie in der Neujahrsnacht des Jahres 1700 vom Balkon des Rathauses unter das beherzt zugreifende Volk werfen. Die Dukate zeigte das Friedenslamm – ein Symbol für die Hoffnung der Menschen auf eine Zukunft ohne Krieg. Verständlich, immerhin lag das Ende des 30jährigen Krieges gerade mal rund 50 Jahre zurück.

Die Tradition, zum Jahreswechsel Münzen oder Medaillen zu prägen, findet sich in der Geschichte vieler Städte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden.

Eckige Neujahrmünzen aus Österreich

Wer zeitgenössische Neujahrsmünzen sucht, wird in Österreich fündig. Dort gibt die Münze Österreich jeweils zum Jahreswechsel eine Neujahrsmünze in Silber und Kupfer heraus, wobei die kupferne Variante an den traditionellen „Glückspfennig“ erinnert. Die neuneckige Münze für das Jahr 2019 steht unter dem Thema „Lebensfreude“. Auf der Wertseite der Münze (5 Euro) sind – wie immer – die Wappen der neun österreichischen Bundesländer angeordnet. Das Münzbild der anderen Seite zeigt das Wandgemälde „Ballett“ in der Wiener Staatsoper. Es stammt von dem österreichischen Historienmaler Franz Dobiaschofsky.

Was auch immer man von Neujahrsmünzen als Glückssymbolen halten mag – sie spiegeln den Wunsch aller Menschen wider, dass auch im neuen Jahr „der Rubel rollen mag“ (selbst wenn dies bei einer neuneckigen Münze eher schwierig sein dürfte).

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