Philanthropie: Mehr als Fundraising

Philanthropie: Mehr als Fundraising 

5 (100%) 1 vote

Warum sich die junge Generation lieber selbst engagiert anstatt nur Geld zur Verfügung zu stellen.

Erfolgreiche Unternehmer beteiligen sich gerne an philanthropischen Projekten und unterstützen mit viel Herzblut Themen, die ihnen wichtig sind. Immer mit dem Ziel, anderen Menschen zu helfen. Schliesslich wollen sie „der Gesellschaft etwas zurückgeben“. Dieser altruistische Gedanke ist gut. Er ist aber auch sehr einfach. Vielleicht zu einfach? Man stellt Geld zur Verfügung; wenn es möglich ist, besucht man die unterstützte Organisation und überzeugt sich vor Ort von deren Fortschritten. Und natürlich lässt man sich regelmässig deren Statusberichte präsentieren.

Die Frage nach dem Sinn

„Ist das alles?“, fragt sich die junge Generation. Deren Engagement geht weit über ein herkömmliches Fundraising hinaus. Für junge Philanthropen geht es nicht nur darum, ein gemeinnütziges Projekt zu unterstützen und etwas zu bewegen. Vielmehr wollen sie etwas verändern. Hierfür übernehmen sie Verantwortung und fordern diese auch von anderen ein, indem sie von ihnen volle Transparenz sowie strategisch klare und effiziente Geschäftsmodelle verlangen. Zudem wollen sie genau wissen, wofür ihr zur Verfügung gestelltes Kapital eingesetzt wird. Und: Die meisten engagieren sich auch gleich selbst.

Für junge Philanthropen steht die Sinnfrage im Zentrum: Was kann ich selbst dazu beitragen, um aus der Welt eine bessere zu machen? Ein starkes Motiv ist demnach die Wirksamkeit des Engagements. Sie verfolgen damit einen ganzheitlichen und wertorientierten Ansatz, nach dem auch LGT Venture Philanthropy handelt. Die Werte, für welche die junge Generation einsteht, werden oft von den Eltern beziehungsweise im Familienunternehmen geprägt.

Für Philanthropen von morgen

Die LGT vergibt seit fünf Jahren einen Award für philanthropische Projekte beim Lehrgang „International Baccalaureate Diploma“ des Lyceum Alpinum Zuoz. Diese internationale Schule wurde 1904 gegründet. Schüler aus 32 Nationen studieren im idyllisch gelegenen Bergdorf im Oberengadin und bereiten sich dort auf ein weiterführendes Studium an den weltweit besten Universitäten vor. Der Lehrgang fördert das ganzheitliche Denken und Handeln der Absolventen.

Die Schüler müssen im CAS-Programm ihrer Ausbildung ein philanthropisches Projekt eigenständig im Team entwickeln und umsetzen. CAS steht für Creativity, Action und Service. Ob es ihre Idee in die Endauswahl schafft und sogar zum Siegerprojekt erkoren wird, hängt unter anderem von den folgenden Kriterien ab: Wie gross ist die Wirkung des Projekts? Wie gut sind Planung und Organisation? Und wie nachhaltig ist die Idee? Die LGT unterstützt die Schüler in Workshops, um ihnen Inspiration und Know-how zu Philanthropie und Projektmanagement zu vermitteln.

Die Themen, welche die Schüler auswählen, hängen meist von ihren persönlichen Interessen ab. Spannend zu sehen ist auch, wie sie ihre Begeisterung – etwa für Mathematik, Sprachen, Physik oder Programmierung – mit ihren Fähigkeiten verknüpfen, um daraus nachhaltige Ideen für die Gemeinschaft zu entwickeln. Würden diese Schüler eine Firma führen, wäre eines sicher: ein positiver Beitrag zu Gesellschaft und Umwelt wäre ein integraler Bestandteil ihrer Unternehmenskultur. Das zeichnet schon heute die Macher von morgen aus.

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Artikel
  1. Pingback: Kleine Presseschau vom 15. August 2018 | marktEINBLICKE
  2. Pingback: Kleine Presseschau vom 15. August 2018 – Firmenweb | Business News im Minutentakt

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.