Was steckt hinter dem Traum vom Geld?

Was steckt hinter dem Traum vom Geld? 

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Wenn wir von Geld träumen, muss das nicht immer positiv sein. In manchen Kulturkreisen gelten Geldträume sogar als Albträume. Und Freud hatte seine ganz eigene Deutung.

«Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf». Was klingt wie aus der Motivationsfibel für Faule, ist ein Bibel-Zitat (Psalm 127). Das ist zu schön, um wahr zu sein. Und tatsächlich tritt dieser Effekt bei den meisten nicht ein. Das lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder man gehört nicht zu den Seinen des Herrn, oder aber wir schlafen zu wenig.

Doch auch, wenn die meisten von uns (der Autor eingeschlossen) im Schlaf kein Geld verdienen, so träumen wir ab und zu von Reichtum, Geldscheinen und Münzen. Das ist – folgt man den professionellen Traumdeutern – nicht in jedem Fall ein gutes Zeichen. Tatsächlich steht das Traumsymbol «Geld» eher für Energie, persönliche Werte und Selbstbewusstsein. Der Zu- oder Abfluss von Geld kann als Verlust oder Gewinn von Lebensenergie gedeutet werden. Wer ständig nur davon träumt, Geld zu verlieren, hat nach Ansicht von Psychologen meist Probleme mit seinem Selbstbewusstsein und nimmt seine persönlichen Wünsche nicht ernst.

Träumt man hingegen vom Finanzamt oder von Steuern (das soll es tatsächlich geben), so ist dies ein Zeichen für die Sorge vor drohendem Energieverlust, gegen den man nichts unternehmen kann. Im arabischen Kulturkreis wird der Traum vom Geld als Albtraum gedeutet. Denn das Traumsymbol «Geld» steht in diesen Ländern für negative Ereignisse wie schwierige Lebensumstände und Probleme. Ganz anders in der chinesischen Traumdeutung. Wer in diesen Regionen davon träumt, Geld zu bekommen, hat demnach auch Glück in der Liebe. Geld zu finden, lässt auf wirtschaftlichen Erfolg schliessen. Nur der Traum vom Geldverleih wird in China in der Regel negativ gedeutet.

Auch Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hat sich mit der Bedeutung von Geld-Träumen beschäftigt. Für ihn steht Geld als Traumsymbol für Macht und Potenz. Münzen interpretierte er sogar als Symbol für Sperma.

Ob man dem grossen österreichischen Neurologen in dieser Hinsicht nun folgt oder nicht, wer von Münzen träumt, sollte sich am Morgen danach möglichst genau erinnern, um welche Münzen es sich handelte. Goldene und silberne Münzen stehen nämlich für Männlichkeit beziehungweise Weiblichkeit und werden als positives Symbol interpretiert. Billige Bronze- oder Kupfermünzen hingegen gelten allgemein als schlechtes Zeichen. Wer davon träumt, sorgt sich angeblich um seine Kraft und Potenz.

Wer nachts träumt, ein reicher Mann zu sein und nach dem Aufwachen enttäuscht feststellt, dass Träume eben doch nur Schäume sind, darf sich zumindest damit trösten, über ein gesundes Selbstbewusstsein zu verfügen. Und das ist ja auch etwas wert.

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Bild: Max Halberstadt [Public domain], via Wikimedia Commons

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