Why diversity matters: Auch den Zahlen zuliebe

Why diversity matters: Auch den Zahlen zuliebe 

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Die britische Vogue hat einen neuen Chefredakteur: Edward Enninful. Dass ein Mann an der Spitze steh, ist für das rund hundertjährige Modemagazin ein Novum und eine Entscheidung, die sich auszahlen könnte.

Es war eine Überraschung für viele, dass Edward Enninful als neuer Chefredakteur eine typische Frauendomäne erobern konnte. Frauenquote oder Feminismus quasi umgekehrt – und heute unter dem Begriff „Gender Diversity“ bekannt. Dabei geht es bei Gender Diversity nicht nur um die Gleichstellung von Mann und Frau in Unternehmen, sondern auch um den betriebswirtschaftlichen Nutzen.

Typisch Mann, typisch Frau

Seien es die Gene oder das durch Erziehung und die Umwelt erlernte Verhalten, die Mann und Frau zu dem machen, was sie sind; das Konzept Gender Diversity anerkennt die Unterschiede zwischen beiden Geschlechtern. Es basiert auf der Idee, dass Mann und Frau verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten mit sich bringen. So ist der typische Mann zielstrebig, ehrgeizig, durchsetzungsstark und hat seine Emotionen im Griff. Die Frau hingegen ist eher emotional, sozial orientiert, sicherheitsbedürftig und intuitiv. Im Arbeitsalltag zeigen sich die feinen Nuancen beispielweise, indem Frauen eher weniger Risiken eingehen und stärker mitarbeiterorientiert führen.

In genau dieser Vielfalt an Charakteristiken und Fähigkeiten soll gemäss einer Studie der Harvard Business School der Schlüssel zum Erfolg liegen. Die Studie zeigt, dass ein Team bestehend aus Mitgliedern, die sich in Bezug auf Geschlecht, Alter, Herkunft oder Religion unterscheiden, tendenziell erfolgreicher ist. Gegensätze fordern Mitarbeiter heraus, ihre traditionellen Denkmuster hinter sich zu lassen und sich mit neuen, vielleicht auch kontroversen Ideen auseinanderzusetzen.

Mehr als nur ein guter Ruf

Was für das Team gilt, kann auch auf ein ganzes Unternehmen angewendet werden. Diversität am Arbeitsplatz ist also nicht nur leeres Gerede, sondern ein geschickter Unternehmensentscheid. Politik und Gesellschaft stellen seit Jahren den Anspruch an Unternehmen, sich für die Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen, und fordern eine Frauenquote für Mitglieder des höheren Managements. Dass die Bemühungen rund um Gender Diversity nicht nur politischen Forderungen entgegenkommen und mit einem guten Ruf belohnt werden, zeigen verschiedene Studien. Die Non-Profit-Organisation Catalyst wies bereits 2011 nach, dass Unternehmen, die über längere Zeit einen höheren Anteil an Frauen (drei bis vier Frauen) im Management hatten, Firmen ohne Frauen im Management in Sachen Performance klar übertreffen. Das zeigten ebenfalls die Ergebnisse einer Studie der Credit Suisse unter 2400 Unternehmen. Organisationen mit mindestens einem weiblichen Managementmitglied sind rentabler und können ihren Gewinn schneller steigern als die ohne Frauen „an Bord“.

Ein Appell an alle

Viele Unternehmen sind bestrebt, Gender Diversity zu fördern. Vielfalt im Top Management oder generell in einem Betrieb ist aber nicht nur Sache des Unternehmens. Die ehemalige US-Botschafterin für die Schweiz und Liechtenstein Suzie LeVine und ihr Ehemann Eric zeigten in ihrem Talk bei TedXZurich eindrücklich, dass es in der Verantwortung jedes einzelnen liegt, Diversität zu fördern und welche Chancen sich dahinter verbergen.

Die LGT fördert solche inspirierenden Ideen, indem sie Plattformen wie TedXZurich unterstützt. Denn nur mithilfe innovativer Konzepte können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern. Zudem hat sich die LGT in ihrem Verhaltenskodex verpflichtet, gleiche Chancen auf Beschäftigung und Beförderung zu bieten, unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion und anderen Eigenschaften.

Wie zahlreiche andere Unternehmen ist die LGT ebenfalls bestrebt, Massnahmen zu ergreifen, um die Vielfalt im Unternehmen zu fördern. Nur Initiativen ins Leben zu rufen, damit sie bestehen, reicht jedoch nicht aus. Eine kritische Masse an Massnahmen ist wichtig, wie eine Studie von McKinsey zeigt, jedoch zählt – wie in vielen Bereichen – auch hier die Regel Qualität vor Quantität.

 

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