Wirtschaftsnobelpreis für Behavioral Finance 

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Der Wirtschaftsnobelpreis dieses Jahr würdigt nicht zuletzt die Erkenntnisse der Behavioral Finance. Mit Robert Shiller von der Universität Yale ist einer der bekanntesten Vertreter dieser Disziplin der Verhaltensökonomie geehrt worden.

Portfolio Managern begegnen den Arbeiten Shillers täglich, unter anderem in dem von ihm entwickelten Hauspreis-Index. Dieser spiegelt die Preisentwicklung des US-amerikanischen Immobilienmarkts wieder und wird nach seinen Erfindern auch Case-Shiller Home Price Index genannt.

Dem breiten Publikum hat Shiller das Thema Behavioral Finance mit seinem Buch „Irrational Exuberance“ näher gebracht, das kurz vor der Dotcom-Blase 2000 veröffentlicht wurde.
Darin zeigt Schiller auf, dass nicht jeder Investor ein streng rational denkender und handelnder homo oeconomicus ist und dass die Psychologie eine massgebliche Rolle für Börsenentwicklungen spielt – was die Dotcom-Blase dann eindrucksvoll belegte. Und auch der schier endlose Aufwärtstrend bei den Hauspreisen ist einem solchen Phänomen geschuldet: einer Situation, in der Investoren mit zu grossem Optimismus in die Zukunft blicken.

Bei LGT Capital Management nimmt die Behavioral Finance-Analyse seit der Firmengründung eine zentrale Rolle ein. Sie ist ein Grundpfeiler des quartalsweise stattfindenden Strategieprozess. Durch diese langjährige Erfahrung in der Verhaltensökonomie wurden umfassende Behavioral Finance-Modelle entwickelt, die neben dem Strategieprozess auch direkt in die Allokation einer Vielzahl einzelner Fonds einfliessen. Auch Investmentexperten wie Finanzblog-Autor Michael Hillbrink in seinem Beitrag «Wirtschaftsstatistik: Durchaus seltsam oder wie ich lernte, Zahlen zu deuten»  hinterfragen die reine Zahlenökonomik als objektive Messgrösse.

Weitere Informationen zu Behavioral Finance:
http://www.lgt.com/de/anlageloesungen/anlagestilen-themen/quality-behavioral-finance/

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  1. Pingback: Behavioral Finance: Wie die Lemminge… « LGT Finanzblog

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